Innovation und Kreativität

User Experience

Wie erlebt ein Nutzer ein Produkt? – User Experience (UX) beschreibt die individuelle Erwartung, Wahrnehmung, Bewertung und Kommunikation einer Produktinterkation durch den Nutzer. Wird das zukünftige Nutzererlebnis bei der Entwicklung von Produkten außer Acht gelassen, können selbst technisch höchst ausgereifte Produkte scheitern. Werden positive Nutzererlebnisse in der Produktentwicklung bewusst gestaltet, entstehen Potentiale für begeisternde Produkte und eine emotionale Bindung an Produkt und Marke. Existierende Produktentwicklungsprozesse sind jedoch meist nicht auf die Gestaltung von Erlebnissen ausgerichtet, sondern durch technische und problemorientierte Ansätze geprägt. Der Forschungsbereich User Experience entwickelt am Lehrstuhl Methoden zur Gestaltung von Nutzererlebnissen und deren Integration in bestehende Entwicklungsprozesse.

Im interdisziplinären Forschungsprojekt CAR@TUM Kundenerlebnis wurde ein durchgängiger Prozess vom Forschungsprojekt zum erfolgreichen Produkt entwickelt. Der interaktive Leitfaden ist verfügbar unter: designingexperiences.org.

Bionik

Im Bereich der Bionik werden am Lehrstuhl Methoden und Tools entwickelt, die einerseits den Ingenieur dabei unterstützen, geeignete biologische Vorbilder für eine technische Problemstellung zu finden und anderseits die Kommunikation zwischen Ingenieuren und Biologen erleichtern. Ersteres wird durch die Methode BIOscrabble, letzteres im DFG-Forschungsprojekt KomBi adressiert. BIOscrabble unterstützt eine schlagwortbasierte Suche nach biologischen Prinzipien in naturwissenschaftlichen Veröffentlichungen. In KomBi entsteht eine Kommunikationsplattform, auf der die beteiligten Disziplinen ihre technischen oder biologischen Systeme bzw. ihre technischen Probleme mittels Modellen leicht verständlich darstellen und diese so austauschen können. 

Kreativitätsmethoden

Unternehmen, die kreative und innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten, sind in der Lage eine gute Leistung auf globalen Märkten, welche in hohem Maße durch Wettbewerb und wachsende Anforderungen an verschiedene Akteure gekennzeichnet sind, zu erzielen. Dienstleistungsentwicklung ist ein multidisziplinäres Feld, welches in erster Linie Prinzipien aus Technik und Psychologie vereint. Die Forschungsgruppe "Kreativität & Innovation @ PE" konzentriert sich auf die folgenden Fragen:

  • Was ist Kreativität und Innovation in Produkten und Dienstleistungen?
  • Wie kann  Kreativität und Innovation in Produkten und Dienstleistungen bewertet werden?
  • Welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung von kreativen und innovativen Produkten und Dienstleistungen?
  • Wie können kreative und innovative Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden

Open Innovation

Open Innovation (OI) beschreibt die bewusste Öffnung des Innovationsprozesses eines Unternehmens und zielgerichtete Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem Unternehmensumfeld. Das Forschungsprojekt KME-Open Innovation erforscht in diesem Zusammenhang, wie sich externes Wissen systematisch für Unternehmen gewinnen und zielführend in den Innovationsprozess einbinden lässt. Das BMWi-geförderte Verbundprojekt InnoCyFer adressiert die Umsetzung des externen Wissens in Form einer integrierten Gestaltung und Fertigung kundenindividualisierter Produkte. Vor dem Hintergrund sich verändernder Unternehmensumfelder erforscht das BMBF-geförderte Projekt Rakoon wie sich OI-Aspekte auf die Organisation und das Kompetenzmanagement eines Unternehmens übertragen lassen, um beispielsweise dem zunehmenden Fachkräftemangel oder sich verändernden Mitarbeiterbedürfnissen zu begegnen.

Mehr Informationen finden Sie in der Forschungsgruppe Open Innovation.

TRIZ: Theorie des erfinderischen Problemlösens

Die Methodik des erfinderischen Problemlösens TRIZ ist eine Innovationsmethodik mit Ursprung in der ehemaligen UdSSR. TRIZ ist das russische Akronym für "Theorie des erfinderischen Problemlösens". TRIZ wurde von Genrich S. Altshuller (1926-1998) ins Leben gerufen und beinhaltet mehrere praxiserprobte Werkzeuge zur Problemlösung, Fehleranalyse und -vermeidung sowie zur Ideengenerierung. Die Methodik basiert auf der Analyse von Tausenden von Patenten und erfolgreichen technischen Lösungen. Ein Ergebnis ist, dass technische Systeme in ihrer Entwicklung bestimmten Mustern und Gesetzmäßigkeiten folgen. Diese Gesetzmäßigkeiten können genutzt werden, um technische Systeme weiterzuentwickeln und zu verbessern. Die Methodik versteht sich als Baukasten, welcher den Anwender bei der gezielten Generierung von Innovationen unterstützt und dessen Kreativität anregen soll.

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