AIDA

(abgeschlossen) Aufwandsarme Quantifizierung von indirekten Änderungskosten in der Antriebstechnik

Forschungsfeld

Schlagworte

Änderungen, Änderungskosten, Kostenschätzen, indirekte Bereiche

Problemstellung

Die direkten Kosten von Produktänderungen zu quantifizieren ist für Unternehmen der Antriebstechnik gut möglich. Die indirekten Kosten von Änderungen können hingegen i.d.R. nicht quantifiziert werden. Gründe hierfür sind der hohe Quantifizierungsaufwand bestehender Methoden sowie die Tatsache, dass indirekte Kosten von Änderungen teilweise zeitlich nachgelagert anfallen und daher nur schwer zuzuordnen sind. Wenn eine Änderung in der Produktentwicklung dazu führt, dass Produktionsprozesse umzustellen sind, treten diese Kosten erst in der Vorserien-/ Anlaufphase auf. So findet häufig eine unzureichende Umlegung dieser Änderungskosten auf die Kunden statt, obwohl diese Kosten weiterverrechnet werden könnten.

Zielsetzung

Im Forschungsvorhaben AIDA sollen die indirekten Kosten quantifiziert werden. Damit werden die Unternehmen der Antriebstechnik befähigt, sämtliche Kosten von Änderungen zu quantifizieren und an die Kunden weiterverrechnen zu können. Die Quantifizierung ermöglicht es den Unternehmen weiterhin, bei verschiedenen Änderungsoptionen die günstigste auszuwählen und damit die eigenen Kosten zu senken.

Ziele des Forschungsvorhabens AIDA sind:

  • Heuristiken zur Quantifizierung der indirekten Änderungskosten entwickeln,
  • indirekte Kosten unterschiedlicher Änderungsformen transparent machen und Stellhebel zur Beeinflussung der Änderungskosten aufzeigen,
  • Identifikation von Kostentreibern und Möglichkeiten zur Reduzierung der Kosten.

Vorgehen

Im Forschungsvorhaben AIDA sollen Heuristiken entwickelt werden, die eine aufwandsarme Quantifizierung indirekter Änderungskosten ermöglichen. Diese Methode wird mit mehreren Unternehmen validiert. Die Quantifizierung der indirekten Änderungskosten erfolgt dabei auf einer breiteren Datenbasis, als diese dem einzelnen Unternehmen zur Verfügung steht. Die entwickelte Methode ermöglicht zudem die zeitnahe Quantifizierung der indirekten Änderungskosten. Beide Vorteile kommen insbesondere kmU zugute, weil hiermit die Probleme der begrenzten Ressourcen bzw. begrenzten Datenbasis überwunden werden.

Förderhinweis

Das IGF-Vorhaben 18492 N der Forschungsvereinigung Forschungskuratorium Maschinenbau e.V. - FKM, Lyoner Straße 18, 60528 Frankfurt am Main wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Laufzeit

Dezember 2014 bis Mai 2017

Ansprechpartner