FORPRO²

(abgeschlossen) Forschungsverbund für effiziente Produkt- und Prozessentwicklung durch wissensbasierte Simulation

Forschungsfeld

Entwicklungsprozesse
Prozessmanagement, Änderungsmanagement, Lean Management, Wissensmanagement, Prozessmodellierung

Schlagworte

Prozesssimulation, Produktsimulation, Wissensmanagement

Problemstellung

Die Simulation von Produkteigenschaften und Fertigungsprozessen bietet, korrekt eingesetzt, aufgrund des frühzeitigen Erkenntnisgewinns und die Nutzung rein virtueller Prototypen ein erhebliches Potential für die Effizienz der Entwicklung.
Der einzelne Produktentwickler hat in der Regel jedoch keinen vollständigen Überblick über die Leistungsfähigkeit von aktuell eingesetzten Simulations- und Berechnungswerkzeugen zur Absicherung von Produkt- und Fertigungsprozesseigenschaften. Da er in vielen Fällen nur unregelmäßig selbst Simulationen durchführt, ist er außerdem auf Expertenwissen bei der Anwendung angewiesen. Dieses ist zwar im eigenen Unternehmensumfeld häufig weitgehend vorhanden, jedoch besteht deutlicher Verbesserungsbedarf bei dessen Aufbereitung, Bereitstellung und Nutzung. In der Folge werden Simulationen häufig erst spät, zu selten, zu nicht idealen Zeitpunkten oder fehlerhaft eingesetzt und es treten unnötige Iterationen, Verschwendung von Ressourcen, verspätete Markteinführungen sowie Qualitätsprobleme in der Serienfertigung auf.

Zielsetzung

Die Zielsetzung des Forschungsverbundes FORPRO² ist die Effizienzsteigerung der virtuellen Produkt- und Prozessentwicklung durch die Schaffung eines, auf Expertenwissen basierenden, Simulations-Frameworks zur Eigenschaftsoptimierung und Qualitätsverbesserung von neuen Produkten. Das zu erwartende Ergebnis ist die Bereitstellung des situativ benötigten Simulationswissens in Abhängigkeit von bestimmenden Faktoren wie der Phase im Entwicklungsprozess, den eingesetzten Fertigungsprozessen und den individuellen Rahmenbedingungen des Unternehmens.
Der unternehmerische Nutzen ergibt sich aus verkürzten Entwicklungszyklen durch gesteigerte Transparenz der Auswirkungen von Designfestlegungen auf Produkt- und Prozesseigenschaften, verbesserter Qualitäts- und Eigenschaftsbewertung von Produkten sowie dem situativen Aufzeigen von Handlungsoptionen zur Produkt- und Fertigungsprozessoptimierung.

Vorgehen

In dem Forschungsvorhaben soll ein wissensbasiertes Framework für den Produktentwickler erarbeitet werden, welches diesem ermöglicht, wissens- und kontextbasiert die richtigen Werkzeuge im Bereich der Produkt- und Fertigungsprozesssimulation zum optimalen Zeitpunkt und auf korrekte Weise einzusetzen. Dabei liegt der Fokus auf der verbesserten Integration von Wissen in die Simulationswerkzeuge, um zu qualitativ hochwertigen Simulationsergebnissen zu gelangen. Aus dieser Zielsetzung leiten sich die drei thematischen Schwerpunkte von FORPRO² ab: die Felder Wissensmanagement, Prozesssimulation und Produktsimulation, welche in Form von Arbeitskreisen repräsentiert sind.

Laufzeit

Oktober 2013 bis Februar 2017

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