SFB 768 Teilprojekt D1

Unterstützung der Gestaltung des Zyklenmanagements von PSS-Innovationsprozessen durch Diagnose und Auflösung von Inkonsistenzen zwischen Modellen verschiedener Domänen

Forschungsfeld

Entwicklungsprozesse
Prozessmanagement, Änderungsmanagement, Lean Management, Wissensmanagement, Prozessmodellierung

Systems Engineering
Strukturelles Komplexitätsmanagement, Flexibilität und Anpassbarkeit von Systemen, Systemarchitekturentwicklung, Variantenmanagement

Schlagworte

Softwaretechnologie, Wissensbasierte Systeme, Inkonsistenzmanagement

Problemstellung

Aufgrund der engen Vernetzung der Modellierungsansätze, Formalismen sowie Softwarewerkzeuge und Aufgaben der beteiligten Akteure entstehen mehrere Herausforderungen, die durch einen Ansatz zum Management von Inkonsistenzen adressiert werden müssen.   Zu diesen Herausforderungen gehören die Heterogenität der Modelle, die semantischen Abhängigkeiten, sowie die Diagnose und Auflösung von Inkonsistenzen und deren Visualisierung.

Zielsetzung

Die übergeordnete Zielsetzung von Teilprojekt D1 ist die Entwicklung eines Ansatzes zum Management von Inkonsistenzen zwischen Modellen verschiedener Domänen. Unternehmen sollen dadurch befähigt werden, die Zyklen während des PSS - Innovationsprozess zu verkürzen, indem fehlerhafte Entscheidungen, die sich oftmals in Inkonsistenz manifestieren, während der Innovationsprozesse von PSS frühzeitig erkannt und behoben werden. Das Projekt unterstützt die Gestaltung des Zyklenmanagements von Innovationsprozessen durch die Synchronisation der beteiligen Modelle an den Punkten, an denen die Modelle Abhängigkeiten aufweisen. Darüber hinaus soll eine Unterstützungsmethodik erarbeitet werden, die durch Handlungsempfehlungen, Gestaltungsrichtlinien und einen Visualisierungsansatz Inkonsistenzen frühzeitig durch proaktives Handeln vermeidet und somit potentielle Änderungskosten reduziert.

Vorgehen

Als Basis für die Entwicklung des Ansatzes zum Inkonsistenzmanagement in heterogenen Modelllandschaften dienen die PSS-Modelle, die im Rahmen vorangegangener Teilprojekte erstellt wurden. Zur Erprobung des entwickelten Ansatzes werden Beispiele von Industriepartnern verwendet. Welche Arten von Inkonsistenzen in der Anwendung auftreten und wie diese aktuell behoben werden, wird am Beispiel des Änderungsmanagements sowie der Analyse von Änderungsauswirkungen in der Produktion untersucht. Daraus werden gewisse Anforderungen abgeleitet, welche als Rahmen für die Entwicklung und Erprobung des von Teilprojekt D1 entwickelten Ansatzes dienen. Die Ableitung des Rahmens erfolgt anhand von Fragebögen und anschließenden Interviews im Umfeld des SFB 768 und mit Experten aus der Industrie. Durch Auswerten der Fragebögen und Interviews werden typische Inkonsistenzen zwischen den verschiedenen Modelltypen identifiziert und gemeinsam mit den Befragten klassifiziert. Auf Basis dieser Klassifikation werden Anwendungsbeispiele erstellt, die einerseits zur Entwicklung des Ansatzes zum Inkonsistenzmanagement, andererseits für die Validierung des zu entwickelnden Ansatzes dienen.

Laufzeit

Januar 2016 bis Dezember 2019

Ansprechpartner