Visio.M

(abgeschlossen) Einstieg in eine neue Form der Elektromobilität

Forschungsfeld

Innovation und Kreativität
User Experience, Bionik, Kreativitätsmethoden, Open Innovation, TRIZ

Konstruktionsmethodik
Entwicklungsmethodik, Design for X, Rapid Prototyping

Schlagworte

Domänspezifisches Design, Entwicklungsmethoden, -techniken und -werkzeuge, Produktentwicklung in der Industrie

Problemstellung

Die Verknappung von Erdöl sowie die zunehmende Bereitschaft von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Treibhausgasemissionen und Umweltverschmutzung zu reduzieren, erfordern die Umsetzung neuartiger Mobilitätskonzepte. Für den Individualverkehr bieten sich hierfür elektrisch angetriebene Fahrzeuge an, welche bei Verwendung klima- und umweltfreundlich erzeugten Stroms der beschriebenen Entwicklung Sorge tragen. Dabei sind technologische wie gesellschaftliche Randbedingungen zu beachten, beispielsweise der Fortschritt der Batterieforschung oder die zunehmende Urbanisierung.
Bisher wirtschaftlich realisierte Elektrofahrzeuge wie der Tesla Roadster beweisen zwar die Umsetzbarkeit von elektrisch angetriebenen Autos, berücksichtigen aber weniger die Herausforderungen der Mobilität im urbanen Bereich sowie die Bezahlbarkeit der Mobilität für den Großteil der Bevölkerung.

Zielsetzung

Im Rahmen des vom BMBF finanzierten Forschungsprojekts Visio.M wird ein Elektrokleinstfahrzeug der L7 Kategorie entwickelt, das diese Anforderung erfüllt und somit ein innovatives Mobilitätskonzept darstellt.
Das Fahrzeug weist ein geringes Gewicht auf und dadurch einen verminderten Stromverbrauch, wodurch nicht nur die Reichweite erhöht sondern auch die Betriebskosten gesenkt werden. Somit ergibt sich ein Mobilitätskonzept, das die heutigen Anforderungen an Individualverkehr im urbanen Bereich erfüllt. Das Fahrzeug, das im Rahmen von Visio.M gebaut wird, basiert auf dem MUTE Forschungsfahrzeug, das in einem bereits abgeschlossenen Forschungsprojekt entwickelt und prototypisch umgesetzt wurde.

Vorgehen

Eine Aufgabe des Lehrstuhls für Produktentwicklung ist die Entwicklung einer Einzugsvorrichtung für das fahrzeugseitige Ladekabel. Hierbei wird ein innovativer Ansatz verfolgt, der eine Vereinfachung der Bedienbarkeit des Ladekabels für den Benutzer verspricht. Außerdem werden am Lehrstuhl für Produktentwicklung unterschiedliche Konzepte des Ladens von Batterien in Elektrofahrzeugen untersucht und erforscht. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt, ist die Einbindung von Elektroautos in das bestehende Stromnetz. Durch die Wahl oder Anpassung der Ladestrategien von Elektroautos können diese dabei unterstützen, den zukünftig stärker fluktuierenden Strom regenerativer Kraftwerke auszugleichen und so als Regelkraftwerk im Strommarkt auftreten. Dabei werden insbesondere Nutzen und Vorteile der Verwendung von Elektroautos in Smart Grids untersucht, sowie Anforderungen an Elektroautos, um als Element im Strommarkt oder in Smart Grids auftreten zu können.

Laufzeit

August 2012 bis Februar 2014

Ansprechpartner

Veröffentlichungen