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Methodische Entwicklung technischer Produkte

Methodische EntwicklungMethoden flexibel und situationsgerecht anwenden
Lindemann, U.

2., bearbeitete Auflage
339 Seiten
Springer Verlag Berlin, 2007
ISBN 978-3-540-37435-0

Methoden sind fester Bestandteil im Alltagsleben eines Entwicklers, da er seine Produkte nur mit Methoden zur Auslegung und Nachrechnung, zur Simulation und zur Planung und Durchführung von Versuchen zielgerichtet entwickeln kann. Bei erfahrenen und „guten“ Entwicklern können wir zusätzlich bestimmte Arbeitsmethoden erkennen, die in der Regel allerdings eher unbewusst eingesetzt werden. Diese Arbeitsmethoden bilden den Gegenstand dieses Buchs. Dabei geht es nicht um die Vermittlung neuer Methoden, sondern um eine flexiblere Darstellung und Anwendung der bekannten Methoden.

Dieses Thema wurde in der Literatur bereits vielfach bearbeitet. Zu vielen Methodenbündeln wie zum Beispiel QFD, FMEA oder TRIZ gibt es umfassende und spezifische Literatur. Der Leser als möglicher Methodenanwender fühlt sich angesichts der Methodenvielfalt entweder sehr schnell verloren oder aber er nutzt nur einige wenige von ihm subjektiv ausgewählte Methoden. Häufig wird die Frage gestellt, warum die Anwendung von Methoden in der einen Situation hervorragende Ergebnisse liefert und im anderen Fall keinen Nutzen bringt und nur zur Frustration der Beteiligten führt. Warum ist in der Literatur eine so große Zahl von Arbeitsmethoden zu finden und warum wird in der Praxis nur so wenig davon umgesetzt?

Diese und viele weitere Fragen wurden in den vergangenen Jahren in einer Vielzahl von Forschungsprojekten behandelt und im Verbund mit Industrieunternehmen beleuchtet. Dieses Buch soll dazu beitragen, die Effektivität und Effizienz in Produktentwicklungsprozessen zu erhöhen. Die Anwendung von Arbeitsmethoden soll in deutlich höherem Maße als bisher gefördert und deren Wirkung verbessert werden. Es wird aufgezeigt, wie in Abhängigkeit von der Problemstellung, den handelnden Personen und der jeweiligen Situation eine Methode ausgewählt und gegebenenfalls zusätzlich angepasst wird. In Verbindung mit einer geschickten Kombination von Einzelmethoden wird so eine flexiblere Methodenanwendung und eine bessere Adaption der Methoden an die aktuellen Rahmenbedingungen erreicht.