Document Actions
You are here: Home Research Publications Dissertations Entwicklungs- und Einführungsmethodik für das Projektierungswerkzeug Pneumatiksimulation.
Personal tools

Anton, T.:

Entwicklungs- und Einführungsmethodik für das Projektierungswerkzeug Pneumatiksimulation.

Dissertation, Technische Universität München.

In dieser Dissertation wurde eine Entwicklungs- und Einführungsmethodik für Pneumatiksystemsimulation als Werkzeug zur Unterstützung des Projektierungsprozesses im Maschinenund Anlagenbau entwickelt und dargestellt. Kern der zu Grunde liegenden Problemstellung ist die Kombination der beiden Wirkungsfelder der Dissertation: Simulationstechnologie (Entwicklung eines komplexen Projektierungswerkzeuges) und Change Management (Einführung eines Projektierungswerkzeuges). Dabei betont sie das erforderliche Wechselspiel der beiden Bereiche Technik und Organisation innerhalb der Methodik. Die Tatsache, dass es sich bei derartigen Aufgaben um soziotechnische Fragestellungen handelt, nimmt dabei besonderen Einfluss. Die erarbeitete Methodik stellt einen systematischen Rahmen für die kombinierte Aufgabe aus Entwicklung und Einführung eines komplexen technischen Werkzeuges dar. Die Bedeutung von Robustheit, sowie schneller und einfacher Verfügbarkeit des Projektierungswerkzeuges ist oberste Maxime für die Nutzung zur Unterstützung der Projektierung von komplexen Anlagen. Sie führt dazu, dass eine optimale Simulationslösung für sich kein Ziel bei der Entwicklung eines Projektierungswerkzeuges darstellt. Die Entwicklungs- und Einführungsmethodik besteht im Wesentlichen aus einem Vorgehensmodell („4-Phasenmodell“), welches sich in die Phasen Analyse, Konzept, Realisierung und Reflexion einteilt. Hinzu kommen detaillierte Beschreibungen der Phasenelemente, Methoden- und Werkzeugempfehlungen, Hinweise auf wichtige Aspekte und weiterführende Literatur, sowie ein Managementwerkzeug auf Basis eines Meilensteinplans. Weiterhin zeichnet sich die Methodik vor allem durch den Checklistencharakter des 4-Phasenmodells aus, in dem bereits vorhandene Teilerkenntnisse zusammengeführt und systematisiert werden. Hinzu kommt der Projektmanagementansatz, mit dessen Hilfe Fortschritt und Erfolg des Projektes verfolgt und Korrekturen bis zum Abbruch ermöglicht werden. Dazu kommt die Ausrichtung der Methodik auf die beiden Bereiche Technik und Organisation, was zur Folge hat, dass kein Bereich übersehen werden kann. So werden zum Beispiel während der Ausarbeitung der technischen Lösung stets auch die Randbedingungen im Unternehmen im Bezug auf Organisation und Prozesslandschaft im Auge behalten. Außerdem muss die Berücksichtigung der großen Bedeutung des Menschen als Nutzer und die daraus abgeleitete Einbindung während Entwicklung und Einführung des Werkzeuges hervorgehoben werden. Die Validierung der entwickelten Methodik erfolgte durch die Anwendung in einem repräsentativen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Wenngleich die Einführung dort noch nicht abgeschlossen werden konnte, sind aus den bereits erlangten Ergebnissen wertvolle Schlüsse zu ziehen, welche die Methodik bestätigen.

München: Dr. Hut 2011 (Produktentwicklung)